Der rechtliche Umbruch der letzten 10 Jahre

Radiance

…wach, ansprechbar, bewusstseinsklar, in Auffassung opB, kein Hinweis auf inhaltliche Denkstörungen.

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4 Antworten

  1. Der Mann sagt:

    Zehn Jahre…und es hat sich, man höre und staune, anscheinend so viel verändert….oder auch nicht (,sondern immer noch die gleiche Scheiße)?

    Oben im Schaubild lese ich “Patientenverfügung schließt eine öffentlich-rechtliche Zwangsbehandlung nun aus”!

    Heißt das wirklich, dass ich beispielsweise in NRW oder Berlin nun tatsächlich, etwa auch im Falle von Fremdgefährdung, bei Unterbringung nach PsychKG nicht zwangsbehandelt, und mithin -medikamentiert werden darf, wenn ich eine juristisch wasserdichte Patientenverfügung mitbringe?

    Ich kann das gerad´ kaum glauben! -Ich meine, schön wäre es für jedermann natürlich schon, wenn er frei über Dosierung und sogar Medikament bestimmen könnte, ja.

    Oder verbirgt sich in ebenjener juristischen Gültigkeit der Verfügung womöglich nach wie vor der Ca­sus knack­sus ?
    Und das Ganze gleicht somit der Quadratur des Kreises?
    (Sorry, habe mir jetzt den Blog nicht von vorne bis hinten durchgelesen und das Thema über ebendiesen Zeitraum von zehn Jahren grob vernachlässigt.)

    P.S.: Achso, vom Krankheitsbild ginge es übrigens um so etwas wie Paranoide Schizophrenie, meinetwegen auch Schizoaffektive Störung und schlag mich tot.

    • Radiance sagt:

      Ein paar Bundesländer erlauben in den PsychKGs eine Zwangsbehandlung entgegen einer Patientenverfügung, wenn eine Fremdgefährdung nicht allein durch eine Unterbringung abgewendet werden kann. Aber NRW und Berlin gehören nicht dazu.

      • Der Mann sagt:

        Danke für die Rückmeldung.

        Ich denke, ich nehme dann beispielsweise die Bochumer Willenserklärung (-hatte ich auch schon mal provisorisch in der Zeit vor der PatVerfü, wenn ich mich nicht irre-), setze die auf, lass die notariell beurkunden (das Ding mit der Geschäftsfähigkeit wird mir schlechterdings kein Arzt bestätigen, zumindest nach meiner Erfahrung) sowie ins Vorsorgeregister bei der Bundesnotarkammer eintragen/erneuern und nehm´ dieses Dokument anschließend zu den Akten – für alle Fälle.

        Dabei habe ich längst nicht vor, in Zukunft nochmals nach PsychKG “einzufahren”, geschweige denn jemals wieder der Fremdgefährdung bezichtigt zu werden.
        Ich komme auch ganz gut klar damit, seit zehn Jahren schon, zugegeben auch dank gelegentlicher eigenverantwortlicher Medikation. So möchte ich es beibehalten. Ambulant vor stationär.

        Einen schönen Tag nach Berlin.

        • Radiance sagt:

          “das Ding mit der Geschäftsfähigkeit wird mir schlechterdings kein Arzt bestätigen, zumindest nach meiner Erfahrung”
          – Einwilligungsfähigkeit reicht ja. Die Charite macht das meiner Erfahhrung nach, wenn man eh schon stationär ist.

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